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vom Alpenrhein

Manchester Terrier


   

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Geschichte

 

Rassestandard

 

Ursprung

 

Der Manchester Terrier ist eine der ältesten Terrier-Rassen und stammt aus England. Der glatthaarige Schlag des "Old English Black-and-Tan Terriers bildete die Basis aus dem der Manchester Terrier gezüchtet wurde. Vermutet wird, dass verschiedene schwarzlohfarbige Hunde sowie der Whippet zur Entwicklung beigetragen haben. 1792 ist die Rasse erstmals als Black-and-Tan Terrier erwähnt worden. Sein Entstehungsgebiet waren die Industrie- und Hafengebiete von Liverpool und Manchester. Als Gebrauchs- und Arbeitshund hatte der Manchester Terrier die Hafenanlagen und Schiffe von Ratten und Mäusen zu säubern.

 

Namensgebung

 

Ursprünglich nannte man die Hunde nach ihrer Farbe einfach Black-and-Tan Terrier oder auch, wegen ihrer grossen Verbreitung über die ganze Insel hinweg "Old English Terrier".  Verständlich auch die oft gebrauchte Bezeichnung "Rat Terrier", war er doch der Hund mit dem die Arbeiter sonntags in den "Rat Pits" Geld gewonnen haben. Hohe Wetten wurden auf Hunde beim "Rattentöten nach der Stoppuhr" abgeschlossen. So wird berichtet dass "Billy" in 6 Minuten 35 Sek. 100 Ratten tötete.

 

Verbreitung

 

Ab 1850 bis zum Inkrafttreten des Kupierverbots war der Manchester Terrier überaus populär. Als es in Birmingham 1860 die erste Hundeausstellung gab, war der Black-and-Tan Terrier der einzige Rassehund-Terrier mit einer eigenen Klasse, welches zeigt, dass er schon damals zu einer etablierten Rasse gehörte.

 

New Look

 

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als das Ohrenkupieren verboten wurde, ging der Bestand der Rasse stark zurück, die Liebhaber des Manchester Terriers hatten Mühe, sich an den "new look" zu gewöhnen. Nachdem sich der Manchester Terrier in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder erholt hatte, verursachte der 2. Weltkrieg einen erneuten Rückschlag für die Rasse.

 

In Deutschland wurde die Rasse um die Jahrhundertwende eingeführt. Nach dem zweiten Weltkrieg verblasste die MT-Zucht wieder, obwohl in den Kriegsjahren einige Würfe gezogen wurden. Auch im englischen Mutterland wurde die Rasse eine zeitlang sehr rar, es sah beinahe so aus, aus stürbe sie aus. Erst Importe aus den USA konnten die Zucht wieder in Schwung bringen.

In der Schweiz wurde 1926 der erste Wurf mit 4 Welpen (damals noch als Black-and-Tan Terrier) ins SHSB eingetragen. Von da an wurden regelmässig 2 - 3 Würfe pro Jahr gezüchtet. Aber auch hier nahm die Zahl der Eintragungen nach dem zweiten Weltkrieg bedenklich ab.

 

Manchester Terrier mit spitz kupierten Ohren.

 

 

Heute...

 

ist der Manchester Terrier ein wundervoller Kamerad, der sehr an seiner Familie hängt und überaus anschmiegsam ist. In der Regel ist er kinderfreundlich und liebt es, zu spielen und herumzutollen. Er ist sehr wachsam und Fremden gegenüber misstrauisch und zurückhaltend.

 

Der Manchester Terrier ist ein idealer Haushund und selbst in der Stadt zufrieden - vorausgesetzt, er hat genügend Bewegung. Draussen ist er sehr lebhaft, im Haus eher ruhig. Augrund seiner Geschichte als Rattenfänger hat er Schnelligkeit, Wendigkeit und Schärfe entwickelt, ein gewisser Jagdtrieb ist nicht abzusprechen.

 

Der Manchester Terrier ist ein sehr intelligenter Hund. Er liebt gemeinsame Aktivitäten mit seinem Besitzer. Aufgrund seiner handlichen Grösse kann er auch fast überall mit. Sportarten wie Agility, Mobility oder Obedience bieten eine ausgezeichnete Möglichkeit, das grosse Bewegungsbedürfnis des Manchester Terriers zu befriedigen. Er ist sehr vielseitig, liebt Ballspiele und ist auch beim Radfahren (erst ab einem Alter ab 12 Monaten), Reiten oder Joggen ein ausdauernder Begleiter. Auch die Arbeit als Begleithund oder Ausbildung zum Fährtenhund ist möglich. Hauptsache er ist dabei und wenn es nur gemeinsam unter der Decke auf dem Sofa ist.

 

Trotzdem ist er kein Hund für jedermann. Eine gewisse Eigensinnigkeit ist vorhanden und wenn er gerade nicht will, dann will er nicht. In diese Eigensinnigkeit muss man sich verlieben oder aber die Hände vom Manchester Terrier lassen! Der Manchester Terrier tut nichts, um seinen Menschen zu gefallen.

 

Er benötigt, wie alle Terrier, eine konsequente (keine grobe oder laute) Erziehung, welche vom ersten Tage an beim Welpen im neuen Heim beginnt. Dazu gehört auch der wöchentliche Besuch einer Welpenspielgruppe und anschliessend der Besuch eines Junghundekurses, wo spielerisch einfache Grundübungen erlernt werden.  Für das Vertiefen und Festigen der Übungen gibt es dann noch die Erziehungskurse. Aber auch Zuhause und auf den täglichen Spaziergängen ist es wichtig, die gelernten Übungen regelmässig zu wiederholen.

 

Sein grosses Interesse an allem was um ihn herum passiert, veranlasst ihn, seinen Aktionsradius auszudehnen und erst zurückzukommen, wenn seine Neugier befriedigt ist. Es ist deshalb notwendig, sein Revier (Garten, falls vorhanden) einzuzäunen.

 

Der Manchester Terrier ist ein sehr pflegeleichter Hund, man braucht ihn nicht zu trimmen oder zu brüsten. Gelegentlich mit einem feuchten Lappen übers Fell streichen reicht. Er trägt kaum Dreck ins Haus und hat auch nicht diesen starken Hundegeruch, ausser er hat sich gerade in Parfume de Nature gewälzt oder etwas stinkiges, ekliges gefressen.

 

Wer den Manchester Terrier versteht und auch einmal über sich selbst lachen kann, wird begeistert sein und viel Freude und Spass mit diesem Hund erleben.

 

Erscheinungsbild

 

Die Schulterhöhe der Manchester Terrier beträgt rund 38 - 42 cm bei einem Gewicht von 8 - 11 Kg. Das Fell ist dicht, kurz und glänzend, tiefschwarz mit mahagoniroter Lohfarbe sowie Farbabgrenzung und Pfotenzeichnung. Manchester Terrier haben einen keilförmigen Kopf, der sich zur Nase hin verjüngt. Die Haut muss straff anliegen und seine kleinen, mandelförmigen Augen sollen möglichst dunkel leuchten. Die Kippohren sind hoch angesetzt. Der Hals muss lang und anmutig sein, der Rücken über der Lendenpartie leicht gebogen. Die Läufe sollen kräftig und gerade, die Pfoten ähnlich Hasenpfoten sein. Manchester Terrier wirken schlank, elegant und schnittig.

 

Zucht

 

Wir haben uns dem Schweizerischen Club für Terrier und dessen Zuchtbestimmungen angeschlossen. Dieser wiederum untersteht der SKG und diese der FCI.